TMS ist eine Technologie, die starke, zugleich sichere Magnetfelder nutzt, um bestimmte Hirnareale gezielt zu stimulieren oder zu hemmen. Das Verfahren wird sowohl in der neurologischen Diagnostik (TMS) als auch in der Behandlung neuropsychiatrischer Erkrankungen (rTMS) eingesetzt.

Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) nutzt kurze magnetische Impulse, um gezielt bestimmte Hirnareale sanft zu aktivieren. Während der Behandlung wird eine Magnetspule auf der Kopfhaut platziert, die wiederholte Impulse an das Gehirn abgibt und so eine gesündere neuronale Aktivität unterstützt. Das Verfahren ist für die meisten Menschen schmerzfrei, erfordert keine Anästhesie und ermöglicht es den Patientinnen und Patienten, unmittelbar im Anschluss ihren gewohnten Aktivitäten nachzugehen.
Die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) nutzt ein sich schnell veränderndes Magnetfeld, um gezielt schwache elektrische Ströme in bestimmten kortikalen Hirnregionen zu induzieren.
Durch die wiederholte Stimulation wird die Erregbarkeit neuronaler Netzwerke moduliert – je nach verwendeter Frequenz kann die Aktivität gesteigert oder gehemmt werden.
rTMS kann bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt werden, darunter depressive Störungen, Sucht und posttraumatische Belastungsstörungen.
Darüber hinaus findet rTMS Anwendung bei chronischen Schmerzen, dem chronischen Fatigue-Syndrom, Fibromyalgie und weiteren Krankheitsbildern.
Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen zudem positive Effekte bei Migräne, Folgezuständen nach Schlaganfällen sowie bei psychotischen Symptomen wie z. B. akustischen Halluzinationen.
Im Verlauf einer Behandlungsserie kann rTMS dazu beitragen, fehlregulierte neuronale Schaltkreise zu normalisieren, die an Erkrankungen wie Depressionen beteiligt sind, und so eine Verbesserung der Symptomatik zu erreichen.
Darüber hinaus kann rTMS die Belastung von Angehörigen reduzieren und durch Erhaltungssitzungen eine langfristige Linderung chronischer Beschwerden unterstützen.
Obwohl rTMS in der Regel gut verträglich ist, können bei einigen Patientinnen und Patienten während der Stimulation Kopfhautunbehagen oder Kopfschmerzen auftreten.
Diese Symptome klingen meist von selbst ab. Dennoch wird dringend empfohlen, rTMS ausschließlich unter der Aufsicht qualifizierter medizinischer Fachkräfte mit Erfahrung in der Neurostimulation anzuwenden, um das Risiko schwerwiegender Nebenwirkungen zu minimieren.

Theta-Burst-Stimulation (TBS) ist eine weiterentwickelte und zeiteffiziente Form der rTMS, bei der magnetische Impulse in kurzen Bursts verabreicht werden. Dieses Stimulationsmuster orientiert sich an natürlichen Hirnrhythmen, den sogenannten Theta-Wellen. Trotz der kompakteren Stimulationssequenz erzielt TBS vergleichbare therapeutische Effekte wie die konventionelle rTMS – jedoch in deutlich kürzerer Behandlungszeit, häufig innerhalb weniger Minuten. Dank ihrer hohen Effizienz und der kurzen Sitzungsdauer stellt die Theta-Burst-Stimulation eine komfortable Option für Patientinnen und Patienten dar, die eine wirksame Behandlung bei minimalem Zeitaufwand suchen.
Theta-Burst-Stimulation (TBS) nutzt sehr schnelle Abfolgen magnetischer Impulse in einem Muster, das den natürlichen Theta-Rhythmus des Gehirns nachahmt. Sowohl die intermittierende (iTBS) als auch die kontinuierliche (cTBS) Form der TBS können eingesetzt werden, um die Aktivität in gezielten neuronalen Netzwerken zu erhöhen oder zu reduzieren. Auf diese Weise trägt TBS dazu bei, dysregulierte neuronale Schaltkreise zu normalisieren, die an neuropsychiatrischen Erkrankungen beteiligt sind.
Die bekannteste Indikation für Theta-Burst-Stimulation (TBS) ist die Behandlung der therapieresistenten Major Depression. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass TBS auch bei Erkrankungen wie Zwangsstörungen, Tinnitus, chronischen Schmerzerkrankungen, Abhängigkeitserkrankungen sowie der generalisierten Angststörung wirksam sein kann. Moderne TBS-Protokolle finden zudem Anwendung in der motorischen und sprachlichen Rehabilitation, in der Schlaganfallnachsorge sowie im Bereich der kognitiven Leistungssteigerung.
Ähnlich wie die rTMS-Therapie bietet die Theta-Burst-Stimulation (TBS) einen nicht-invasiven und gut verträglichen Behandlungsansatz. Sie kann zudem eine anhaltende Linderung depressiver Symptome in verkürzter Behandlungsdauer ermöglichen. TBS zeichnet sich durch deutlich kürzere Stimulationssitzungen aus, deren Wirksamkeit mit der der Standard-rTMS vergleichbar ist. Die strukturierten „Theta“-Bursts entfalten eine stärkere neuromodulatorische Wirkung bei gleichzeitig geringerer Anzahl an Stimulationspulsen.
Obwohl TBS allgemein als sicheres Verfahren gilt, kann es – wie alle Formen der Hirnstimulation – Nebenwirkungen verursachen. Diese sind in der Regel mild und vorübergehend. Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Kopfschmerzen und Unbehagen der Kopfhaut. Einige Patientinnen und Patienten berichten unmittelbar nach der Stimulationssitzung über Schwindel oder vorübergehende Hörbeeinträchtigungen; diese Symptome klingen jedoch meist nach kurzer Zeit wieder ab. Das Risiko schwerwiegender unerwünschter Ereignisse ist sehr gering.
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